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Lyrische
Ein- und Aussichten

 

 



In Niklaus Zemps Gedichten
spiegeln sich
Eindrücke, Erfahrungen, Beobachtungen
aus seinen vielfältigen Tätigkeiten wider.



Routine

Keiner kann an allen Tagen
immer wieder Neues wagen.
Darum tun die meisten Leute
morgen wieder das von heute

Ein Weg im Jahreslauf

So ein Weg im Jahreslauf
geht selten schön gerade aus.
Oft durch Kurven, rauf und runter,
mal farblos, kahl, dann wieder bunter.
Einmal läuft es ganz gemächlich,
dann wieder Tempo, Tag und täglich.
Jetzt geht's, o Schreck, noch steil bergauf
und raubt dir noch den letzten Schnauf.
So machst du notgedrungen Rast,
lässt ruhen mal die Tageslast.
Dann blick zurück mal ohne Hast
und staun', was du geleistet hast.

 

Ein Windhauch

Ein Windhauch zieht,
meist kaum bemerkt,
durch Raum und Zeit,
weht durch alle Welten.
Möcht' uns was berichten.
Der Windhauch weht.
Wer nimmt ihn wahr,
wer hört ihm zu,
in der Alltagseile
und versteht sein Flüstern?

Der Sturm

Was hat der Sturm mit dir gemacht?
Er hat mir die halbe Krone weggerissen,
sagt der Apfelbaum.
Er hat mich brutal umgelegt,
sagt die Tanne.
Ich habe mit ihm gekämpft,
sagt die Eiche.
Mit mir hat er gespielt,
sagt das Schilfrohr
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